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Feuerwehr Spaichingen - der Gemeinderat hat entschieden.

Mit 11 zu 7 Stimmen wurde zugunsten einer Sanierung der Vorschlag eines Neubaus abgelehnt. Die FDP, die geschlossen für den Neubau stimmte, und 4 weitere Stadträte haben:
- sich erinnert, dass noch vor 2 Jahren die Spaichinger Feuerwehr selbst für eine Verlagerung des Standortes votierte,
- darauf verwiesen, dass der Verkauf eines wertvollen Grundstücks im Herzen der Stadt nun nicht mehr möglich ist,
- und vergeblich vorgetragen, dass die ausgelobte Zentralität durch verwinkelte Straßenführung / 30-Std.-KmBegrenzung, zugeparkte Stellflächen, Personenverkehr durch Altenheim, Seniorenresidenz und Schulen, um nur einige Punkte zu erwähnen, erheblich überbewertet wird.

Ferner hat eine Recherche der FDP ergeben, dass die Förderung einer Sanierung deutlich geringer bezuschusst wird, als ein Neubau. Das heißt, die Stadt verzichtet unbegreiflicher Weise auf abrufbare Mittel.

Schließlich und endlich lehrt die Erfahrung, dass erstmalig kalkulierte Sanierungskosten in den seltensten Fällen mit der Endabrechnung übereinstimmen. Aktuelles Beispiel ist das Spaichinger Freibad. Die Vorgabe betrug rund 3,5 Millionen, die Endabrechnung etwas über 4,34 Millionen Euro; die Differenz ergibt satte 20 %!
Und so muss damit gerechnet werden, dass sich die Kosten für die Sanierung zuzüglich des Verlusts aus Fördermitteln, und die veranschlagten Kosten für den Neubau, in Richtung Deckungsgleichheit nähern werden.

Der schwäbische Schriftsteller und Philosoph Dr. Hans Bayer, wohl besser bekannt unter dem Pseudonym Thaddäus Troll, schrieb zu derartigen Entscheidungen mit spitzer Feder: „Wozu braucha mir ebbes nuis, wemm’r no gnug alts Glomp hend.“

Unbenommen aller Abwägungen nun von einer Verliererpartei oder überhaupt von Siegern und Unterlegenen zu sprechen, ist polemischer Unfug: Wenn von 18 Stadträten 11 für die Sanierung stimmen, so handelt es sich um eine demokratische Entscheidung, welche zu akzeptieren ist.

Stadträte sind ihren Wählern verpflichtet. Von 9.380 Wahlberechtigten gingen am 7. Juni 4.730 Wähler an die Urnen. Auf diesen Personenkreis trifft die demokratische Entscheidung voll zu. Wer keine Stimme abgab sollte allerdings mit Kritik ein wenig vorsichtig sein.